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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Legewachtel-FAQs
Waldfrau Offline




Beiträge: 8.518

23.05.2010 12:28
Häufig gestellte Fragen rund um LW! antworten

Liebe Leute,
da es doch immer wieder ähnliche Fragen gibt die Neuankömmlinge bei uns beschäftigen, hab ich hier mal eine übersichtliche Zusammenstellung, die sehr viele Fragen beantwortet:

Also erst lesen, dann fragen !


Zur Konstellation der Tiere ist erstmal zu sagen, dass es zwei Möglichkeiten gibt LW zu halten.
Nur Hennen oder mehrere Hennen auf einen Hahn. (Bei großen Gruppen auch durchaus mehrere Hähne.)
Auf einen Hahn sollten mind. 4-5 Hennen kommen, je nach Triebigkeit des Hahns. Sicher gibt es hier auch Ausnahmen von der Regel.
Leider ist aber auch bei einer reinen Hennengruppe keine Ruhe sicher.
Mehr zu dem Thema findet ihr hier: Konstellation der Tiere- Anzahl Hennen auf Hahn, oder Hennen ohne Hahn

Über die Problematik ob und wie man neue Tiere in eine Gruppe integrieren kann, haben wir hier beratschlagt: Neue Tiere in bestehende Gruppe integrieren

Die Mindestgröße für ein eine Gruppe von einem Hahn und 4-5 Hennen beträgt 2m². Mehr dazu unter Mindestvolierengröße bei Legewachteln.


Infos zur Einstreu findet ihr hier: Was habt ihr für Einstreu?


Ein neuer Thread in dem es demnächst viele Volierenbeispiele geben soll, findet ihr hier: Fotos von euren Volieren


Zum Thema geeignetes Hauptfutter für LW und für die Diskussion ob Pellets, Saatenmischung oder Legemehl, klickt ihr bitte hier: Hauptfutter und Zusätze für LW


Welches Grünfutter schmackhaft und verträglich ist, findet ihr hier: Grünfutter


Zu der Eierfrage schaut einmal hier rein: Wachteln legen nicht - Warum?


Zum Thema Kunstbrut findet ihr hier viele Infos: FAQs zur LW-Kunstbrut


Zu der sagenumwobenen Naturbrut bei LW schaut mal in Andreas Thread: Ich habe Küken! Naturbrut bei Legewachteln


Und wenn ihr jetzt zu guter Letzt Legewachteln sucht oder welche anzubieten habt, dann schaut doch mal hier rein: Marktplatz


Ich möchte an dieser Stelle nochmals betonen, wie wichtig eine ausreichende Kalziumversorgung für eine Henne ist. Außerdem sind regelmäßige Legepausen wichtig, mindestens eine Winterpause sollte man den Tieren gönnen!


Sollte trotzdem mal eine Legenot auftauchen, findet ihr hier Tipps für die Erste-Hilfe: Erste Hilfe bei Legenot

Solltet ihr hier nicht fündig werden, versucht ist bitte erst mit der Suchfunktion, bevor ihr ein neues Thema eröffnet!

liebe Grüße
Marie
________________________________________________________________________________________

"Artgerechte Wachtelhaltung ist tiefgekühlt oder in der Pfanne!" (O-Ton mein Vater)


www.create-it-yourself.de


Waldfrau Offline




Beiträge: 8.518

10.08.2010 22:08
#2 RE: Häufig gestellte Fragen rund um LW! antworten

Merkblatt 1: Allgemeine Tipps für eine artgerechte Haltung von Japanischen Legewachteln

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten LW zu halten:
Nur Hennen in einer Gruppe ODER mehrere Hennen auf einen Hahn.
Auf einen Hahn sollten mindestens 4-5 Hennen gerechnet werden, je nach Triebigkeit des Hahns. Sicher gibt es hier auch Ausnahmen von der Regel.
Wichtig ist: Leider ist auch bei einer reinen Hennengruppe keine Ruhe garantiert!

Voliere
Prinzipiell ist eine Innen- sowie Außenhaltung bei Legewachteln möglich. Bei der reinen Außenhaltung ist drauf zu achten das die Tiere für den Winter einen isolierten und ggf. beheizten Schutzraum haben.

Die Mindestgröße für ein eine Gruppe von einem Hahn und 4-5 Hennen beträgt 2m². Diese sollte nicht unterschritten werden!
Die Höhe sollte möglichst mehr als 50cm betragen, wobei die Decke auf jeden Fall abgepolstert (Schaumstoff, „Blubber“-Folie) werden muss, da die Gefahr eines Genickbruchs oder schwerer Verletzungen beim Auffliegen der Tiere hoch ist.
Angenehm für die Tiere ist es, wenn drei der vier Volierenseiten nicht einzusehen bzw. geschlossen sind. Sollte das zu dunkel werden und keine Beleuchtung vorhanden sein, kann man einen Teil einer Wand (möglichst weit oben, sodass die Wachteln nicht rausgucken können, aber Licht hinein kommt) aus Plexiglas fertigen.

Einstreu
Möglich ist u.a. Buchenholzgranulat, Hanfstreu, Sand, Rindenmulch, Holzpellets, usw.
Ein Sandbad ist hierbei ein absolutes Muss, da die LW dies zur Gefiederreinigung benötigen!
Bei einer Außenvoliere bieten sich natürlich Erde, Sand, Rindenmulch und dergleichen an, aber auch hier muss auf eine regelmäßige Reinigung und ggf. einen Austausch des Boden geachtet werden.

Bei Zimmerhaltung ist außerdem zu einer UV-Lampe („Birdlampe“: Baumarkt/Fachhandel) zu raten, da das wichtige Sonnenlicht durch unsere Fenster gefiltert wird.
Für einen geregelten Tagesablauf, sollte diese durch eine Zeitschaltuhr gesteuert werden.


Gestaltung
Noch wichtiger als die Größe der Voliere ist deren Gestaltung: große Nagerhäuser, zusammengebundene Äste, schräg gestellte Bretter, Rinde, Steine, Baumstämme usw.! Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
Je natürlicher der Lebensraum und je ungestörter die LW sind, desto wohler fühlen sie sich!
Für den „natürlichen Touch“ eignen sich abwaschbare Plastikpflanzen. Hierbei ist allerdings darauf zu achten, dass sich keine Kleinteile daran befinden, die die LW abzupfen und fressen könnten.
Wer stattdessen lieber echte Pflanzen nehmen möchte, sollte unbedingt auf deren Ungiftigkeit achten. Viele Zimmer- oder Gartenpflanzen sind hochgradig giftig! Mit Obstholz hingegen ist man auf der sicheren Seite.


Standort der Innenvoliere
Idealerweise in einem ruhigen Raum und auf Augenhöhe.
Die Küche ist auf keinen Fall der richtige Platz, da Teflondämpfe sehr giftig sind!
Ebenso ist das Schlafzimmer nur bedingt geeignet, da LW durchaus geneigt sind ein bisschen Lärm zu veranstalten.







Merkblatt 2: Ideale Ernährung für Japanische Legewachteln

Zum Thema Hauptfutter für LW und zur Frage ob Pellets, Saatenmischung oder Legemehl gibt es unzählige Meinungen, Erfahrungen und Tipps. Ein schwieriges Feld also!
Dennoch einige Hinweise:
Hochwertiges Legemehl deckt den Bedarf einer Legewachtel ab, zwingt sie aber auch permanent zum Eierlegen. Daher ist es sinnvoll jeden Winter eine strenge Legepause einzulegen, in denen man eine Saatenmischung füttert, um möglichst lange an den Tieren Freude zu haben. Zu intensiv gehaltene Hennen werden leider nicht sehr alt! Ein Rohproteingehalt zwischen 17% und 18% ist ideal.
Uneinig sind sich Halter aber darüber, ob über die wärmeren Jahreszeiten auch Legepausen eingerichtet werden sollten.
Alternativ gibt es auch Pellets, die man mit Körnerfutter mischen kann. Je nach Mischungsverhältnis legen die Tiere nun mehr oder weniger.
Wichtig ist außerdem Grit und Muschelkalk.

Grünfutter wird gerne genommen und ist gesund: Golliwoog, Vogelmiere, Gurke, Salat, Tomate, aber auch Grasbüschel, Obstholz, Kräuter usw.!
Achtung: Hier sollte unbedingt auf das Maß geachtet werden! Zuviel Grünfutter kann Durchfall auslösen!

Sinnvoll bei einer legenden Henne ist außerdem ein Präparat zur Versorgung mit Kalzium (z.B. Avisanol GE), da Grit und Muschelkalk oftmals nicht ausreichen, gerade bei intensiver gehaltenen Hennen.
Die Henne braucht Kalzium, um die Eierschale auszubilden. Bekommt sie zu wenig zugeführt, zieht sie das Kalzium aus ihren Knochen. Da auch dieser Vorrat begrenzt ist, kann es passieren das sie bei einer Dauerunterversorgung „Windeier“ (Eier ohne Schale) legt. Diese können zu einer Legenot führen, die schnell tödlich verläuft.
Sollte bei einer Innenhaltung keine UV-Tageslichtlampe (z.B. eine „Birdlampe“) vorhanden sein, sollte außerdem Vitamin D3 zugeführt werden, da das Kalziumpräparat seine Wirkung sonst nicht entfalten kann. Mehr dazu auf Merkblatt 1.

Täglich frisches Wasser ist selbstverständlich, dieses kann mit Apfelessig, der vielseitige positive Eigenschaften hat, aufgewertet werden. Hier empfehlen sich 1ml auf 100ml. Alternativ (gerade bei Küken) bietet sich z.B. auch Oreganotee an.



Auf einen Blick: Die LW-Checkliste

- Gruppenhaltung mit oder ohne Hahn
- Zimmervoliere (mind. 2m² und 50cm hoch, Deckenpolsterung!)
- Einstreu: Buchenholzgranulat, Hanfstreu, Sand, Rindenmulch, Holzpellets...
- Sandbad, abwechslungsreiche Gestaltung, viele Versteckmöglichkeiten...
- bei Zimmerhaltung eine UV-Lampe

- Näpfe für Futter, Stülptränke (Wasser kann auch in einem Napf gegeben werden, verschmutzt aber so schneller)
- Legemehl mit Winterpausen in den nur Saatenmischung gefüttert wird, ODER eine Mischung aus Pellets und Saatenfutter
- immer frei zur Verfügung: Grit und Muschelkalk
- Grünfutter
- täglich frisches Wasser

liebe Grüße
Marie
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