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Dieses Thema hat 50 Antworten
und wurde 5.680 mal aufgerufen
 Kunstbrut
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Tom ( gelöscht )
Beiträge:

07.01.2011 19:31
#46 RE: FAQs zur LW-Kunstbrut antworten

Also, die Frage mit den Ringen hat sich geklärt, es werden jetzt die hier sein:
http://www.heka-brutgeraete.de/store_fro...4ac7977f998b90d
Vielen Dank noch mal an Kohlmeise!
Nun hab ich aber mal noch mal ne Frage zur Fütterung. Ich kaufe dieses Futter http://shop.wachtelhaus.de/product_info....-3-Woche--.html
Dazu werde ich wie empfohlen Blaumohn füttern. Ab der 5 Woche auch Wellensittichfutter. Brauche ich ansonsten noch etwas wie Kalk für die kleinen?
Meine großen haben eigentlich nur den Kalk aus dem Vogelsand. Wenn ich den auswechsele sind immer alle Gritkörnchen aufgefressen.
Bei den kleinen hab ich am Anfang ja noch keinen Sand. Soll ich dann ganz normalen Vogelgrit in einer Schale anbieten oder aber etwas unters Futter mischen. Natürlich aber erst wenn sie schon älter sind, sonst verschlucken die sich ja noch dran ...
Oder brauchen sie noch was anderes???


Tom ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2011 18:07
#47 RE: FAQs zur LW-Kunstbrut antworten

Ich bringe euch mal gerade schnell auf den neusten Stand:
Der Stall ist desinfiziert und gereinigt.
Morgen werden die ganzen Sachen bestellt, und der Lampen-Einhänger-Dings in die Decke genagelt. Wetten das ich mir wieder den Finger blau schlage!?
Ich bin nicht gerade ein schlechter Handwerker...nein, ein verdammt schlechter!


Tom ( gelöscht )
Beiträge:

09.01.2011 16:25
#48 RE: FAQs zur LW-Kunstbrut antworten

Hallo,
ich bringe euch heute wieder auf den neusten Stand :
Also es ist eigentlich alles bestellt außer das Aufzuchtfutter und der Kükentrog. Das wird noch morgen oder heute abend bestellt und alles wird dann etwa im Laufe der Woche ankommen. Ich bin echt mal gespannt, wie das wird.
Der Lampen-Einhänger muss noch warten bis morgen/übermorgen.
Bald können die Kükis einziehen. Ich muss nur noch warten bis die Bestellungen kommen, den Lampen-Haken anbrigen, die Lampe installieren, die Wärmeplatte desinfizieren und reinigen, dann eben Wasserspender, Futtertrog und Hobelspäne reinmachen und dann können die Küken kommen!
Ich schätze Ende Januar oder Anfang Februar wird es soweit sein.
Ich freu mich schon riesig!


Tom ( gelöscht )
Beiträge:

11.01.2011 16:48
#49 RE: FAQs zur LW-Kunstbrut antworten

Heute ist die Bestellung von Zooplus und Heka gekommen. Ist eigentlich alles super, dass eizigste Problem ist, dass ich die 10 Ringe jetzt nur in grün habe, wobei ich ja in die Anmerkungen geschrieben hab, dass ich verschiedene Farben haben will.
Kann man die Ringe evtl. irgentwie "färben" ?


DerGrassmann ( gelöscht )
Beiträge:

11.01.2011 21:32
#50 RE: FAQs zur LW-Kunstbrut antworten

Hallo alle miteinander!

Auch wenn ich noch hier ganz neu bin einfach mal meine Erfahrungen mit den Legewacheln: Züchten tu ich die übrigens jetzt auch schon seit über 6 Jahren, mittlerweile dürften das auch deutlich mehr als nur 20 oder 30 Tierchen . sein.

Zuerst einmal: es gibt nicht DIE Kunstbrut. Es ist da ganz wichtig zwischen Flächenbrüter und Motorbrüter zu unterscheiden. Warum? Nun der Motorbrüter hat eine Lüftung, die Temperatur ist überall so ziemlich gleich und nach Öffnen wird der ganze Innenraum viel schneller wieder erwärmt, nach etwa 5 Minuten steht die eingestellte Temperatur wieder. Da es kein Temperaturgefälle wie im Flächenbrüter gibt reicht hier eine Temperatur von 37,4-37,8 Grad aus; das entspricht übrigens auch den Herstellerangaben; niederigere Temperaturen bis zu 36,5 Grad machen da interessanter Weise nach meinen Erfahrungen nichts aus, die Tiere schlüpfen halt nur nen Tag später. Schlupfprobleme wegen der Temperatur wie von Kollegen hier angedeutet konnte ich nicht feststellen, sie wird in der Literatur auch nicht damit in Zusammenhang gebracht. Die Luftfeuchtigkeit ist dabei aber entscheidend! Es wird häufig ein Wert von 90% oder mehr angegeben, je nach Hersteller, Züchter und Gesinnung. Ich muß sagen die meisten Schlupfprobleme hatte ich mit hoher Luftfeuchtigkeit! Bei 95 % schwimmt übrigens der ganze Brüter und die Tiere werden wohl fast in ihren Eiern ertrinken, es ist also für Wachteln einfach nur unsinnig, es sind keine Wasservögel, dort kann es passieren das solche Werte gebraucht werden, aber NICHT bei Wachteln. Das Steckenbleiben beim Schlupf war am Anfang bei mir ein großes Problem, ein Fasanenzüchter hat mir dann aber einen super den Tipp gegeben: entgegen aller Angaben und Züchertipps: Luftfeuchte SENKEN! auf durchschnittlich 60-max.70%!
Leute, bei den Werten könnt ihr die Eier die ganze Zeit lassen bis zum Schlupf und auch während des Schlupfes. Das gilt interessanter Weise für alle Wachteln die ich in der Zeit gebrütet habe, Lege-,Zwerg-,Baum-,Schoftwachteln, auch Waldrebhühner. An der Einstellung änder ich auch nichts freiwillig, sie funktioniert einfach!
Jetzt hab ich zugegebener Maßen das Gück einen gebrauchten Motorbrüter von Grumbach zu haben, vollautomatisch mit Wendung, Luftfeuchteregulierung etc. Geht bei mir auch nicht anders, bin wegen meinen Job zu viel unterwegs um das anders zu regeln. Aber um zum Thema zurückzukommen: Es ist nicht notwendig die Eier abkühlen zu lassen, die Luftfeuchte beim Schlupf zu verändern oder ähnliches. Es ist KUNSTBRUT, hier soll nicht die Natur nachgeahmt werden sondern mit der Technik die Schlupfergebnisse verbessert und optimiert werden.
Eine Wendung von mindestens 3 Mal ist Pflicht, gleichmäßig über den Tag verteilt, weil sonst die Embryonen festkleben und absterben. E wird beschrieben die ersten 3 Tage sollen die Eier NICHT gewendet werden. Das spielt keine Rolle. Wichtig ist aber das die Eier nach Versand 1 Tag ruhen, da durch den Transport und direktes Wenden sonst tatsächlich die Erfolgsrate gesenkt werden kann, wie hoch kann ich nicht genau belegen, aber knapp 50% Schlupf wo sonst 70-80% bei den Legewachteln ist kann ich im ungünstigsten Fall bestätigen, auch wenn ich da nicht genau weiss wie gut eigentlich die Befruchtung vorher war (weil zugesand für Bestandsauffrischung).
Wichtig ist die letzten 2 Tage nicht mehr zu wenden. Warum? Weil nicht genau gesagt werden kann wann die Tierchen schlüpfen. Sie drehen sich im Ei nach oben und beginnen dann zu picken. Wenn sie dabei gewendet werden passiert erst mal nichts, sie picken weiter aber die Flüssigkeit im Ei (etwas ist immer da denn das Küken pinkelt bereits im EI!) fließt nun mal nach unten und ihr habt die besten Chancen das die Tiere beim Schlupf ertrinken.
Die Tiere bis zu 24 Stunden im Brüter zu lassen, dagegen spricht nichts, wenn: die Luftfeuchte nicht zu hoch ist (denn bei 90 % trocknet nichts bei 60-70& kein Problem) und der Boden wo sie rumlaufen nicht zu glatt ist; glatt ist Kunstoff, Zeitungspapier, auch Zewatücher; die Tiere rutschen weg, "schwimmen" ein paar Stunden und versauen sich dich Hüftgelenke; die Tiere können dann, so hart das klingt, nur noch getötet werden. Die Gelenke sind einfach kaputt und wenn sie größer werden und ihr sie geschient habt gehen sie spätestens bei höherem Gewicht kaputt. Also tut es den Tieren bitte nicht an. Bei Handtüchern und ähnlichem gesteht die Gefahr das die Tiere in den Schlaufen hängenbleiben, das Ergebnis ist dann meist das gleiche.
Ich persönlich nehme die Tiere daher recht schnell raus und setze sie in den Aufzuchtschrank.
Ach ja,das war jetzt alles der Motorbrüter. Beim Flächenbrüter gilt fast das gleiche. Hier jetzt noch die Abweichungen:
Es gibt ein Temperaturgefälle, das heißt eine Temeraturpyramide, ihr müßt daher die Temperatur an der Eioberseite messen (dafür gibt es entsprechende Termomehter die auf die Eier für die Einstellung gelegt werden können) sie sollte hier 38,5 Grad betragen. Im Mittel paßt es dann für das Ei; lüftet höchstens 1mal am Tag, Deckel auf, Wasser nachfüllen, Deckel zu reicht. Deshalb auch Flächenbrüter mit "Halbautomatik" anschaffen wenn die "VOllautomatik" zu teuer ist, denn dann könnt ihr von Außen wenden und den Deckel zulassen. Warum das so wichtig ist? Die Flächenbüter haben keine Lüftung (es sei denn Ihr beut einen Computerlüfter ein) und können daher die Temperatur nur SEHR langsam wieder aufbauen, das kann 30 Minuten dauern, also eine halbe Stunde wo das Ei sicher keine 38 Grad hat, und wenn der Brüter die Temperatur erreicht hat hat das Ei sie noch lange nicht, also nicht zuviel Lüften!
Eine Schwierikeit ist da auch immer die Luftfeuchtigkeit. Mit jedem Öffnen dauert es weig bis ihr auch nur 70& habt. WIeviele Rinnen ihr da voll machen müßt müßt ihr im Vorfeld ausprobieren und halt messen.
Ich glaub das ist so ziemlich alles zur Kunstbrut. Hoffe es reicht als Übersicht...

Ach ja, die Aufzucht von Legewachteln: die ist absolut das unkomplizierteste was es gibt, selbt mit reinem Legemehl werden fast alle Tiere groß, besser ist natürlich ein Proteinanteil von ca. 27-30%. Den habt ihr bei Kückenaufzuchtfutter und Putenstarter. Große Experimente mit Futtermischungen sind natürlich jedem selber überlassen und können auch viel Spaß machen, sind aber für Legewachteln absolut unnötig.
Ganz im Gegensatz zur Beleuchtungsdauer, Wärme und Hygiene. Zum Anfang brauchen sie einen Temeraturbereich von 35 Grad und zwar auf KOPFHÖHE. Das ist ganz wichtig im Unterschied zu den Zwergwachteln, wo das bei den Kücken kein Untersdchied macht zwischen Bodentemperatru und Kopftemperatur. Bei den Legewachteln eine Kopftemperatur von 40Grab, Boden von 35, und sie werden euch nach einer Woche mit guter Wahrscheinlichkeit am Hitzschlag eingehen, selbst wenn sie in der Box kühlere Bereiche haben. Wenn sie etwas Gößer sind einfach die Temperatur senken, es wird gesagt um 1 Grad pro Tag, nach 2 Wochen dann bei Zimmertemperatur halten. Als Fausformel passt das. Noch einfacher ist aber auf die Tierchen zu achten: zittern sie, drängen sie sich unter der Lampe zusammen ist es zu kalt, also Temperatur erhöhen (oder auch Lüftung reduzieren), hecheln sie und weichen sie der Wärmequelle aus, ist es viel zu warm.
Das Licht, je heller es ist desto eher neigen Hühnervögel zum Federrupfen. Aber sie brauchen Helligkeit zum Fressen, denn iim Dunkeln sehen sie nichts (klinkt banal, umschreibt aber das Problem genau), daber am besten eine schwache Leuchtquelle 24 Stunden brennen lassen für die ersten 2-3 Wochen und die Wärme mit einer anderen Quelle zur Verfügung stellen. Später reichen ganz normale Beleuchtungsdauern.
Die Tränken sind täglich gründlichst zu reinigen, wie immer im Aufzuchtschrank vermehren sich Keime rapide, eine dreckige Tränke kann alle Tiere binnen weniger Tage umbringen, da hilf auch kein Blaumohn.
Der Boden: kein Sand, die Tiere sind doof, fressen den Sand und verhungern, kein Streu, denn das Zeug ist genauso schlimm, es verstopft auch den Kropf und die Tiere verenden. Zeitung hilf, ist aber die ersten Tage zu glatt.
Für die ersten 2-3 Wochen hat sich auch bei mir(ich hör schon den allgemeinen Aufschrei!) Dahtboden bewährt. Es ist halt Kunstaufzucht, hier gibt es halt keine Henne die den Küken zeigt wo das Futter ist und was sie nicht fresesn sollen. Es ist hygienisch und hilf die ersten Wochen ungemein, zumal die Tiere kaum mit Kot in Berührung kommen und auch nicht wegrutschen; die Machenweite sit dann 0,5cm.
Hoffe es hilf weiter, viele Grüße,
Andreas


Brenda ( gelöscht )
Beiträge:

12.01.2011 12:51
#51 RE: FAQs zur LW-Kunstbrut antworten

Hallo Andreas!

Vielen Dank erst einmal für Deine ausführliche Beschreibung und die Erfahrungsberichte!

Liebe Grüße
Brenda


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