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Dieses Thema hat 13 Antworten
und wurde 1.260 mal aufgerufen
 Kunstbrut & Kükenaufzucht
Melli ( gelöscht )
Beiträge:

19.05.2011 22:04
Sterben Küken durch Einsamkeit / Kunstbrut um Tiere zahmer zu bekommen Antworten

Hallo zusammen,

vielleicht könnt ihr mir helfen... hab schon einiges über Chinesische Zwergwachteln gelesen und bis vor 2 Jahren hatte ich auch ein Päarchen, wobei ich sie mit der Hand aufgezogen habe!! Waren dann auch super zahm und möchte mir jetzt 2 Hennen zu meinen Diamanttäubchen dazu holen!

Am liebsten möchte ich natürlich wieder sehr junge Kücken die vllt 1 Woche alt sind, sodass sie aus em Gröbsten raus sind und sie sehr zutraulich werden...

Meine Angst ist nur wenn ich mir 2 von einem Züchter kaufe, ob sie dann nicht vor Einsamkeit sterben? Das ist meiner Freundin nämlich schon einige male passiert, und ich denke das es daran lag das sie plötzlich nur zu 2. sind?? Oder muss man sich keine Sorgen machen?
Bei meiner Freundin waren die Wachteln immer Kunstbrüter, also hatten sie von Anfang an auch keine Mami!

Zudem kennt jemand einen Züchter der im Raum Osnabrück in Niedersachsen chinesische Zwergwachteln anbietet?



Würde mich über Antworten und Tipps sehr freuen

LG Melanie


Waldfrau Offline




Beiträge: 8.518

20.05.2011 09:56
#2 RE: Einsamkeit? Antworten

Hallöchen Melanie,

ich hab dich erstmal ins richtige Unterforum verschoben.

Zuallererst muss ich sagen, dass ich der Absicht die Tiere "von Hand aufzuziehen" um sie möglichst zahm zu bekommen, eher kritisch gegenüberstehe. Wie dir evt. aufgefallen ist, haben wir über dem Forum ein riesiges Banner auf dem steht "Artgerechte Haltung von Zwerg- und Legewachteln". Bei ZW eine Naturbrut zu erreichen, ist ein Kinderspiel. Daher stehe ich bei Zwergen der Kunstbrut sowieso sehr kritisch gegenüber. Sicher gibt es sinnvolle Ausnahmen, wie z.B. um ein angebrütetes Gelege zu retten, zur Zucht bestimmter Farbschläge und dergleichen.
Bei LW ist das etwas anderes, da sie anscheinend nicht so ganz leicht zum Brüten zu bewegen sind.
Den Tieren also ihrer Aufzucht durch Hahn und Henne zu entziehen, damit wir ein zahmes Tier haben, ist aus artgerechter Sicht einfach nicht in Ordnung.

Deine Absicht zwei Hennen zusammenzuhalten ist aber (höchstwahrscheinlich) wirklich nur möglich, wenn beide sich von klein auf kennen, sonst wird er früher oder später böses Blut geben.

Die Aufzucht von ZW-Küken ist immer eine komplizierte Sache, die kleinen sind einfach höchst empfindlich. Dass sie deiner Freundin gestorben sind wundert mich weniger, es gibt einfach zahllose Fehler die man machen kann. Das beginnt schon beim Transport der Tiere (das ist sowieso kaum möglich die Tiere ohne Schaden zu transportieren in dem Alter!). Ob sie, wie du vermutest, aus Einsamkeit eingegangen sind obwohl sie zu zweit waren, wage ich eher zu bezweifeln.

Auch Jungtiere aus NB sind mit Geduld "zahm" zu bekommen. Zahm im Sinne von Futter aus der Hand nehmen und sich nicht bei Reinigungaktionen gestört fühlen.
Möchtest du ein Streicheltier, so rate ich dir dringend von jedem Vogel ab, versuche es dann lieber mit Meerschweinen oder so etwas!

liebe Grüße
Marie
________________________________________________________________________________________

"Artgerechte Wachtelhaltung ist tiefgekühlt oder in der Pfanne!" (O-Ton mein Vater)


www.create-it-yourself.de


Elli11 ( gelöscht )
Beiträge:

20.05.2011 15:28
#3 RE: Einsamkeit? Antworten

Hallo Melanie,

ich habe mich auch vor ca. einem dreiviertel Jahr dazu entschlossen, mir Brüter und Bruteilein von Zwergwachteln zu kaufen und mich vorher sehr detailliert informiert und die notwendigen Investitionen getroffen.
Nach inzwischen vielen Kunstbruten von Zwerg- und Legewachteln möchte ich Dir auch meine Erfahrungen mitteilen. Wie Marie bereits sagte, ist es fast unmöglich Zwerge tatsächlich zahm zu bekommen bzw. als das, was man im herkömmlichen Sinne unter zahm versteht. Futterzahm werden sie natürlich, wenn man sich viel mit ihnen beschäftigt und kennen tun sie einen auch. Zwergwachteln brüten tatsächlich, wenn man ihnen den entsprechenden Lebensraum mit vielen Versteckmöglichkeiten gibt und es ist wirklich toll zu beobachten. Ich selbst habe es noch nicht erlebt, aber meine erste Zwergenhenne sitzt nun auf Eilein und ich bin gespannt, wie es sich entwickelt.
Ich selbst bin auch kurz nach dem Schlupf mit den Kleinen mal auf Reisen gewesen, allerdings mit riesigem Aufwand: Wärmeplatte mit Transformator für den Zigarettenanzünder, Thermostat, große Transportbox, habe die Temperatur immer konstant auf 36 Grad gehalten… Ich würde allerdings wirklich dringend davon abraten, weil es wirklich sehr aufwendig ist und die Küken am Anfang bis zu 36 Grad benötigen und das Risiko viel zu groß ist, dass den Kleinen was passiert! Aus dem Gröbsten raus sind Zwerge erst ab der ca. 4. Woche, so lange sollte man unbedingt warten. In den ersten beiden Wochen würde ich ihnen diese Strapaze keinesfalls antun.
Zwerge leben auch monogam, also immer ein Pärchen. Wenn sie zu zweit sind, besteht auch die Gefahr nicht, dass sie vereinsamen. Im Gegenteil, sie sind sehr lebendige Tiere, die viel Platz und Abwechslung benötigen und es ist echt eine Freude den Kleinen zuzusehen! Ich würde Dir auf jeden Fall dazu raten, ein Pärchen zu nehmen, weil es auch einfach am artgerechtesten ist und Du am Verhalten der Tiere viel Freude haben wirst. Selbst bei Zwergen die miteinander aufgewachsen sind, kann es bei gleichgeschlechtlichen Tieren zu Rivalitäten kommen und sie müssen nicht unbedingt so gut miteinander harmonieren.
Die Naturbrut ist auf jeden Fall – gerade bei Zwergwachteln vorzuziehen. Die Kunstbrut kann auch etwas sehr schönes sein. Man muss allerdings auch Investitionen und Vorbereitungen treffen und wissen, wo man die Tiere, die dann übrig bleiben, unter bringen kann. Das ist immer das Problem.
Im Gegensatz zu Zwergwachteln sind Legewachtel gleich von Anfang an viel zahmer als Zwerge und bei einer Brut habe ich Zwergwachtelküken mit Legewachtelküken gemeinsam aufgezogen. Durch das Vertrauen der Legewachteln wurden auch die Zwergwachteln zutraulicher und weniger scheu. Aber auch hier besteht das Problem mit den Tieren, die man nicht benötigt.
An Deiner Stelle würde ich mir ein Zwergwachtelpärchen kaufen, ihnen ein schönes zu Hause bieten und mir auf eine Naturbrut freuen.


Melli ( gelöscht )
Beiträge:

20.05.2011 22:18
#4 RE: Einsamkeit? Antworten

Erst einmal danke für euche Antworten!

Natürlich ist es möglich ZW handzahm zu bekommen, meine waren es zumindest das sie mir immer hinterher gelaufen sind, sich am Schreibtisch neben meiner Maus gelegt haben oder sich sogar auf den Bauch lang hingelegt haben. Konnte sie so hochnehmen und auch herumtragen!!

Mein Hahn den ich früher hatte, dem war wohl eine Henne nicht genug und hat mir die Diamanttäubchen und Kanarienvögel sogar von oben von der Stange geholt!! Fand ich selbst nicht ganz so schön da die Vögel dann kein volles Gefieder mehr hatten.

Denke schon das sich auf Dauer auch 2 Hennen verstehen werden. Meine Nachbarin zb hat auch eine Voliere mit 4 hennen und einen Hahn und das klappt auch perfekt!!

Würde mir halt dann 2 ZW in dem Alter kaufen, indem die schwierigste Phase vorüber ist. Wann wäre die ungefähr? Wenn die kein Rotlicht mehr brauchen??

LG Melanie


Sam ( gelöscht )
Beiträge:

21.05.2011 06:49
#5 RE: Einsamkeit? Antworten

Hm... ich will ja jetzt nicht unfreundlich sein... aber hast du dir die Beiträge auch durchgelesen?

Da steht ganz deutlich ab welchen Alter man Zwergwachteln frühestens kauft und wie man sie artgrecht hält.
Das was du unter zahm verstehst wird wohl nur mit einer Verhaltensstörung der Wachteln möglich sein, denn Zwergwachteln sind nicht domestiziert, die Angst vorm Menschen ist in ihnen verankert. (Meine Henne hat einen Heidenschiss vor mir, den Hahn darf ich auch mal auf die Hand nehmen.)
Das Zwerge AKTIV andere Volierenbewohner angehen sollte ein deutliches Alarmsignal sein!


Melli ( gelöscht )
Beiträge:

21.05.2011 11:48
#6 RE: Einsamkeit? Antworten

natürlich hab ich mir alles durchgelesen!

Werde dann im Internet weiter suchen, Danke


Waldfrau Offline




Beiträge: 8.518

21.05.2011 14:04
#7 RE: Einsamkeit? Antworten

Ich möchte dich bitten das nochmal zu durchdenken.
Dein Vorhaben ist weit von artgerechter Tierhaltung entfernt und die Fehlprägung die Sam angesprochen hat, kann man doch als Mensch nicht unterstützen wollen. So etwas führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu psychischen Störungen die das Tier quälen.

Ein ausgewogenes Pärchen in einer naturnahen Voliere ist dem doch vorzuziehen!

liebe Grüße
Marie
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Arneburg ( gelöscht )
Beiträge:

21.05.2011 19:09
#8 RE: Einsamkeit? Antworten

Also ich fürchte, das war daß letzte Lebenszeichen von "unserer" Melli. Wir sollten ihre
Ansichten auch nur bestätigen und sie nicht beraten.
Sind wir ehrlich, sie wird es tun. Irgend ein gewissenloser Mensch wird ihr auch welche
verkaufen.
Sicher gibt es handaufgezogene und handzahme ZW, sollte aber immer nur eine Notlösung sein.

Gruß, Silvio.


Waldfrau Offline




Beiträge: 8.518

21.05.2011 20:03
#9 RE: Einsamkeit? Antworten

Genauso sehe ich es auch, Silvio.

liebe Grüße
Marie
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Sam ( gelöscht )
Beiträge:

21.05.2011 21:42
#10 RE: Einsamkeit? Antworten

Ja leider ist es so, aber wenigstens steht jetzt auch im Internet die klare Meinung warum man das NICHT tun sollte ;)


Elli11 ( gelöscht )
Beiträge:

22.05.2011 14:38
#11 RE: Einsamkeit? Antworten

Ich kenne einen einzigen Zwerg bei einer Züchterin, der unendlich zahm ist, warum, weiß sie auch nicht so genau. Obwohl sie auch die Naturbrut bei Zwergen vorzieht, werden auch immer wieder mal ein paar Zwerglein (neben den anderen Rassen) wegen der speziellen Farben ausgebrütet und "Hops" ist einfach unglaublich. Er rennt frei in der riesigen Wohnung herum, sie nimmt ihn sogar mit in den Garten und er läuft sofort wieder auf die Hand, sobald es Zeit ist in die Voliere zurück zu gehen. Sie haben schon mehrmals versucht, den kleinen bzw. die Kleine zu verpaaren, jedesmal erfolglos, da er seine Artgenossen nicht als Partner akzeptiert. Man muss hier auch dazu sagen, dass all ihre Tiere liebevoll groß gezogen werden und eine "rund-um-die-Uhr" Beschäftigung und Pfege genießen. Von daher sind sie generell nicht so scheu wie andere.
Dies ist aber wirklich eine Ausnahme und aboslut nicht die Regel! Zudem auch nicht "artgerecht" (es fehlt ihr an nichts und sie ist auch in Gesellschaft von anderen Zwergen) und kommt wahrscheinlich äußerst selten vor.
Ich für meinen Teil bin schon wirklich sehr glücklich, wenn mir die Zwerge aus der Hand fressen und mich kennen. Es ist einfach nur toll, ihnen zuzusehen und sie in einer möglichst artgerechten Umgebung zu beobachten.


Waldfrau Offline




Beiträge: 8.518

22.05.2011 16:31
#12 RE: Einsamkeit? Antworten

Ja, Astrid hat es nochmal toll zusammengefasst:

Zitat von Elli11

Ich für meinen Teil bin schon wirklich sehr glücklich, wenn mir die Zwerge aus der Hand fressen und mich kennen. Es ist einfach nur toll, ihnen zuzusehen und sie in einer möglichst artgerechten Umgebung zu beobachten.



Das unterschreibe ich sofort.

Sicher gibt es immer Ausnahmen von der Regel, wie hier schon von einigen Seiten erwähnt, aber die Absicht der Threaderstellerin ist abzulehnen und nebenbei gesagt, einfach nur erschreckend!

liebe Grüße
Marie
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subi87 ( gelöscht )
Beiträge:

25.05.2011 09:17
#13 RE: Einsamkeit? Antworten

ich ziehe alle wachteln selber auf. Grund sie gewöhnen sich an einem.
wenn man sich mit den kücken jeden tag ein wenig abgibt und viel mit der hand hinein geht gewöhnen sie sich an den halter. meine wachtelschaar sind alle handzahm fressen und klettern über den arm.
das ist möglich mit intensiver betreung. und ich behaupte das ist bei allen tieren möglich!!


Nelje Offline

Modi


Beiträge: 3.984

25.05.2011 10:51
#14 RE: Einsamkeit? Antworten

Nein, nicht ganz, legewachteln sind um ein wesendliches Leichter zu handhaben, zu Zähm,en und zu manipulieren, sie sind ein zuchtproduckt und kein Wildtier. Anders zeigt sich da die Zwergwachtel, sie ist nicht Domestiziert und schwehr dazu zu bekommen vertrauen zu zeigen. ich ahtte mal eine einzel-Kunstbrut die ich in ermangelung von gleichalten küken allein und mit Täglichen Stundenlangem Kontakt aufziehen mußte. Der hahn war so zahm das der mich wegscheuchte mit gespreizten Flügeln und auch der Hand einfach sitzen Blieb. Das selbe ergebniss haben ich mit einer Legewachtel erreicht die ich bereits erwachsen erworben ahbe, inenrhalb einer Woche, nur das die Legewachtel sich zusätzlich auch streicheln ließ und umgreifen ohne zu zappeln. zwei Sachen die Zwergwachteln nicht mehr erleiden sobalt man sie mit anderen Zwergwachteln zusammen hält.
Sie es als vergleich zwischen Pferd, ist leicht zugänglich zu machen und auch einzureiten und Zebra, bei dem alle versuche es zu Reiten erfolglos blieben, sogar die Mischformen von zebra und Pferd sind nicht reitbar, sie bleiben zu wild. Aber natürlich kann man ein zebra umgänglich und Handzahm bekommen aber bei Wildtieren giebt es eben eine Grenze ab der es zu nah ist.

Lg
Nelje

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"Die Aussage 'Kein Mensch wäre so dumm, so etwas zu tun' stimmt nicht. Irgend jemand wäre immer so dumm, etwas wirklich Dummes zu tun - nur um zu sehen, ob es möglich wäre. Wenn du in einer versteckten Höhle einen Schalter anbringst und ein Schild aufhängst 'ENDE-DER-WELT-SCHALTER. BITTE NICHT DRÜCKEN', hätte das Schild nicht einmal Zeit zu trocknen."
-- Terry Pratchett - "Thief Of Time"


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