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Dieses Thema hat 9 Antworten
und wurde 945 mal aufgerufen
 Kunstbrut
Alpe1195 ( gelöscht )
Beiträge:

09.08.2010 13:03
Naturbrut-Küken in bestehende Gruppe integrieren ? antworten

Endlich habe ich die richtige Stelle gefunden um die Fragen zu stellen. Hier sind sie.

( Ich stelle mich gerne auch ausführlicher vor, jetzt habe ich jedoch erstmal einige wichtige Fragen - bitte um Antwort )

Ich habe seit ca. einem Jahr eine Gruppe Legewachteln, die gekauft wurden und wahrscheinlich aus einer Kunstbrut stammen.
Es sind 7 Hennen und ein sehr aktiver Hahn - er hat selten seine Beine auf dem Boden - mehr sitzt er auf den Hennen.

Eine Henne hat gebrütet und vor ca. 3 Wochen ist ein Kücken geschlüpft. Beide sind separiert in einer eigenen Voliere in der großen Voliere,
Die große ist ca. 5 x 6 m, mit Wellensittichen drin, die kleine ist ca. 2 x 1 m ohne Sittiche drin.
Die Mutter hat gleich wieder neu gebrütet - ich hhabe ihr befruchtete Eier von draußen untergelegt. Nun brüten Mutter und Kind zusammen und z. T. aauch abwechselnd auf dem Nest.die neuen Kücken müßten morgen / übermorgen schlüpfen.
Nun meine Fragen :

Wie kann ich feststellen welches Geschlecht das fast erwachsene Kücken hat ?
Muß ich das Kücken rausnehmen, bevor die neuen kommen ?
Wenn ja, wie kann der / die Kleine in die Gruppe integriert werden ?
Bisher ist das eine friedliche Gruppe ohne Angriffe untereinander, ich konnte bisher auch keine Dominanz eines Tieres feststellen. Ab und zu ist der Hahn auch mal auf der Flucht vor wechselnden Damen, aber nach ein paar Tagen ist wieder alles in Ordnung.

Was ist, wenn das Kleine ein Hähnchen ist ?

Ihr köönt mir sicherlich helfen.

Danke !!!!!!!!!!!!


Waldfrau Offline




Beiträge: 8.518

09.08.2010 13:12
#2 RE: Naturbrut "Kücken " integrieren ? antworten

Ui, also auch wenn ich keine LW habe kann ich dir trotzdem schonmal sagen das die Integration eines weiteren Tieres in einer LW-Gruppe grundsätzlich sehr schwierig, teilweise auch nicht möglich ist. Harmoniert die Grußße bisher gut, würde ich den Frieden eher nicht stören! Ein harmonierende Gruppe ist ja nun bei LW viel wert!

Erstmal zu der Geschlechterfrage: Das Jungtier brütet doch mit der Mutter zusammen, oder? Daraus kannman ja schon schließen das es sich um eine Henne handelt, da LW-Hähne sich meines Wissens nach nicht an der Brut beteiligen.
Um eine definitive Antwort zu erhalten musst du entweder die Kloake kontrollieren (frag mich nicht, ich weiß leider nicht auf was du da achten musst) oder die wartest ab bis sie irgendwann Eier legt oder eben nicht. Ein junges Hähnchen würde irgendwann anfangen die Henne zu bebalzen und zu bespringen! Also kommt Zeit, kommt Rat!

Ich bin der Meinung das es erstmal ungefährlicher wäre das Jungtier bei der Henne zu behalten wenn die neuen Küken schlüpfen, als das Jungtier in eine bestehende Gruppe zu integrieren.
Ich betone aber nochmal das ich keine Fachfrau bei den LW bin, daher solltest du mit einer Reaktion noch warten bis sich mehr User geäußert haben.

liebe Grüße
Marie
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"Artgerechte Wachtelhaltung ist tiefgekühlt oder in der Pfanne!" (O-Ton mein Vater)


www.create-it-yourself.de


Waldfrau Offline




Beiträge: 8.518

09.08.2010 13:14
#3 RE: Naturbrut "Kücken " integrieren ? antworten

Ach, ich verschiebe dich mal zu den Legewachteln, du bist nämlich grade bei den Zwergwachteln!

liebe Grüße
Marie
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Alpe1195 ( gelöscht )
Beiträge:

09.08.2010 13:32
#4 RE: Naturbrut "Kücken " integrieren ? antworten

Vielen herzlichen Dank für Deine technische Hilfe. Vielleicht ist jetzt auch etwas Zeit und hoffentlich hier der richtige Ort, um eine Vorstellung zu schreiben. Ich habe seit ca. 10 Jahren eine ziemlich große Außenvoliere mit Wellensittichen ca. 6 x 5 m und 2,30 m hoch.
Vor einem Jahr fiel mir so ein, daß der Boden nicht sehr oft besetzt ist. Zur Verwertung des heruntergefallenen Futters bin ich auf die Idee mit den Wachteln gekommen. Es war überhaupt kein Problem bisher mit der Gruppe. Es sind auch schonmal zwei Hennen gestorben, die porblemlos durch neue ersetzt wurden.
Auch sind die Sittiche überhaupt kein Problem. Manchmal benutzen die Sittiche auch die Wachteln als Reittier - ohne Federnzupfen o. ä. Nach ein paar Minuten fliegen sie wieder weg.

Ich habe auch gehört, daß die "Kunstbrutwachteln" nicht mehr brüten können o. ä. Das kann ich bisher nicht bestätigen.
Agressivität konnte ioch bisher auch nicht beobachten. Es gibt allerdings ein paar Hennen mit kahlem Hinterkopf. Das verursacht jedoch der Hahn beim Bespringen. Aber Wunden sind dabei auch nicht aufgetreten.

Übrigens haben die Wellensittiche auch ein beheiztes Haus mit dauernder Zugangsmöglichkeit - die Wachteln auch, sind im ganzen kalten Winter nie freiwillig reingegangen.

Ich muß mich erstmal etwas belesen in diesem Forum, vielleicht fallen mir dann noch Fragen oder Themen / Antworten ein.

Herzliche Grüße aus Berlin


Waldfrau Offline




Beiträge: 8.518

09.08.2010 13:46
#5 RE: Naturbrut "Kücken " integrieren ? antworten

Huhu Alpe,
zur Uservorstellung haben wir einen eigenen Bereich, schau mal: User stellen sich vor!
Da kannst du dich gerne nochmal vorstellen, wir freuen uns auch immer über Fotos !

Zu deinen Haltungsbedingungen: Sittiche und Wachteln zusammen sind grundsätzlich umstritten, bei Legewachteln ist das Ganze aber meiner Meinung nach weniger kontrovers zu diskutieren wie beispielsweise bei Zwergwachteln und Sittichen.
Übrigens genau die von dir beschriebene Situation mit den verspielten Sittichen die auf den Wachteln reiten, führt immer wieder zu verschiedenen Meinungen. Für optimal halte ich es nicht, aber solange du besser zwei als ein Auge auf das Zusammenleben der beiden Arten wirfst und alles unter Kontrolle hast und ggf. sehr schnell reagierst ist das zu akzeptieren.

Das Kunstbrutwachteln nicht selber brüten ist totaler Quatsch- wie du ja selber schon bestätigt hast- vielmehr lässt sich das Umfeld der Henne dafür verantwortlich machen, also das was der Halter für seine Tiere schafft (oder eben manchmal auch nicht schafft!).

Zu der von die erwähnten "Futterverwertung" hoffe ich dass das nur ein Gedanke war und die LW bei dir tatsächlich ein für sie bestimmtes Futter bekommen und nicht bloß die Reste vom Boden kriegen, das wäre nämlich für die Tiere nicht geeignet ! Die angemessene und der Art gerechtwerdende Fütterung bei LW ist nämlich eine kleine Wissenschaft führ sich !

liebe Grüße
Marie
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Alpe1195 ( gelöscht )
Beiträge:

09.08.2010 13:55
#6 RE: Naturbrut "Kücken " integrieren ? antworten

Selbstverständlich bekommen die LW eigenes von mir gemischtes Futter, reduzieren jedoch auch die Körner der Wellensittiche erheblich ( die runtergefallenen. Jede Art hat eigene Futterplätze.

Warum sollte es ein Problem in der gemeinsamen Haltung geben ? Habe ich noch nichts beobachtet.Da in meiner Voliere auch einige niedrige Büsche gepflanzt sind, gehen die Wachteln, wenn ihnen das "Reiten" zuviel wird, einfach unter einen Busch und streifen den Reiter vorsichtig ab.


Waldfrau Offline




Beiträge: 8.518

09.08.2010 14:03
#7 RE: Naturbrut "Kücken " integrieren ? antworten

Na dann bin ich ja beruhigt !



Zitat von Alpe1195

Warum sollte es ein Problem in der gemeinsamen Haltung geben ? Habe ich noch nichts beobachtet.Da in meiner Voliere auch einige niedrige Büsche gepflanzt sind, gehen die Wachteln, wenn ihnen das "Reiten" zuviel wird, einfach unter einen Busch und streifen den Reiter vorsichtig ab.



Das Problem kann durch die verspielte Art der Sittiche, die auf die häufig trägere Art der LW trifft, entstehen. Sollten auf einer Seite ein aggressiveres Tier sein (was prinzipiell ja bei beiden Arten möglich ist) kann es doch auch zu Verletzungen oder Stress auf einer Seite führen, beides ist zu vermeiden. Und das die Sittiche einen Schnabel besitzen der in jedem Fall einen Schaden anrichten kann, ist ja klar.
Es gibt da so ein "Gesetz" unter Vogelhaltern das besagt das man niemals Spitz- und Krummschnäbel zusammenhalten sollte.

Wie gesagt, so lange es funktioniert ist ja alles gut, aber im Falle des Falles sollte man schnell reagieren. Hier gibt es nicht wenige User die schlechte Erfahrungen mit sowas gesammelt haben, bzw. verletzte Tiere aus Mischhaltungen bei sich aufgenommen haben und daher ziemlich wehement gegen so eine Haltung vorgehen!
Schwieriges Thema also !

liebe Grüße
Marie
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Brenda ( gelöscht )
Beiträge:

21.08.2010 02:54
#8 RE: Naturbrut "Kücken " integrieren ? antworten

Hallo!
Bei manchen Farbschlägen kann man das Geschlecht recht früh am Gefieder feststellen. Hierfür wäre ein Bild nicht schlecht - oder die Information, um welchen Farbschlag es sich handelt. Ansonsten - den Kloakentest machen. Dafür dürfte es aber noch etwas früh sein.

Es kann sehr hilfreich sein wenn vor der Integration des Kükens in die Gruppe der Großen bereits ein paar Tage Sichtkontakt bestand. Kann man die kleinere Voliere in die größere Voliere stellen?
Lieben Gruß


Bruinenn ( gelöscht )
Beiträge:

24.08.2010 11:21
#9 RE: Naturbrut "Kücken " integrieren ? antworten

Hallo Alpe,
wenn ich es richtig verstanden hab, ist das eine Aussenvoliere, die Du hast.
Und Du sagst, dass sogar die Wellensittiche im Winter kaum in das beheizte Schutzhaus gehen wollen.
Also bei den Wachteln könnte ich es einiger massen verstehen, aber bei Wellensittischen aus der Tropik bin ich erstaunt.
Nebenbei finde ich es sehr witzig, wie Wachteln und Wellensittiche miteinander umgehen.

Was für mich die grosse Frage ist; wenn die Wellensittiche oben sitzen und koten, faellt der Kot nicht auf die Wachteln?
Wie regelst Du das?
Hast Du vielleicht Fotos von Deiner Voliere?
Ich würde sie sehr gerne sehen.
Danke im Voraus.

Liebe Grüsse,
Civciv


Alpe1195 ( gelöscht )
Beiträge:

22.09.2010 11:48
#10 RE: Naturbrut "Kücken " integrieren ? antworten

grüß Euch,
nach Urlaub und Krankheit bin ich wieder mal da.

Inzwischen ist das zuerst angefragte Kücken integriert - ist ein ziemlich strammer Hahn - und hat von seinem Vater die Macht übernommen.
Der "Alte" verhält sich wie eine normale Wachtel, bietet kein Futter mehr an und geht dem jungen Hahn aus dem Weg. Ich habe nicht gesehen, daß beide irgendwie agressiv zueinander gewesen wären.
Bei der nachfolgenden Brut derselben Henne kamen zwei Kücken (aus fünf befruchteten Eiern), eines ist am dritten Tag bereits gestorben. Es hatte wahrscheinlich etwas epileptisches - nach Auskunft einer erfahrenen Wachtelhalterin aus Mecklenburg. Das zweite ( eine Henne)ist inzwischen auch schon in der Gruppe, aber noch etwas zurückhaltend.

Zu der Frage was ich tun würde, wenn mal ein Wellensittich auf eine Wachtel kackt, fällt mir leider gar nichts ein. Das ist so theoretisch und in der Praxis sicher unwahrscheinlich, selbst wenn, was soll da passieren ?

Ich wünsche den evtl. Lesern dieser Zeilen einen schönen Tag. ( Bilder folgen demnächst )


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