Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 


Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 17 Antworten
und wurde 1.229 mal aufgerufen
 Innenhaltung
Seiten 1 | 2
Wachtil Offline



Beiträge: 24

10.11.2017 09:39
Bau eines Wachtel-Zimmerterrariums Antworten

Hallo,

wie in meiner Vorstellung schon erwähnt, möchte ich mir einige Legewachteln halten, voraussichtlich erst mal in einem ungeheizten, hellen Raum in der Wohnung, in dem auch meine Kakteen usw. überwintern. Da sind immer über 10 Grad, was sicher für die Legeleistung günstig ist, wenn ich den Tag mit einer kleinen Lampe verlängere.

Nun überlege ich, ob ich mir ein riesiges, gebrauchtes Terrarium über Kleinanzeigen kaufe, einen sehr großen Schrank umbaue oder aus Einzelteilen selbst etwas zusammen schraube. Alle drei Möglichkeiten werden im Netz beschrieben.
Das Grundkonzept ist gleich: Das Terrarium soll rundum weitgehend geschlossen sein, damit es nicht so ins Zimmer staubt. ;-) Gerade wegen der Staubentwicklung wird für Wohnungshaltung ja ein geschlosenens Terrarium empfohlen. Für die Belüftung gibt es entsprechende Lüftungsschlitze, mit Gaze abgedeckt. Ich habe auch an mehreren Stellen von der Möglichkeit gelesen, mehrere Etagen einzuziehen und schräge Ebenen (benagelt mit Querleisten), über die die Tiere auf von einer Ebene zur anderen wechseln können.
An der Vorderseite hat das Terrarium/die Zimmervoliere Glasscheiben bzw. Fenster, damit man die Tier sehen kann und diese Tageslicht erhalten.

Ich überlege nun, welches Material für den Bau geeignet ist. Ich möchte möglichst leicht bauen, so kam mir die Idee, ein Holzgerüst an drei Seiten (Seiten- und Rückwand) mit einer Folie zu bespannen. Nun meine Frage: Wie stabil muss diese Folie sein? Wie rabiat picken denn Legewachteln? Ich lese häufig, das für das Auskleiden der Bodenschale Teichfolie verwendet wird. Als Windschutz für am Maschendraht wurde aber auch einfache Baumarkt-Gewebeplane verwendet. Denkt ihr, dass diese Baumarktplane als alleinige Begrenzung geeignet wäre? Ich meine sowas in der Art: https://www.obi.de/baufolien-planen/lux-...x-3-m/p/4190583
Eine Alternative wäre Gewächshausfolie oder Baufolie für Dampfsperren etc...

Ansonsten: Wer hält denn noch Legewachteln in der Wohnung und welche Erfahrungen gibt es? Habe die älteren Beiträge hier im Forum schon gelesen und weiß, dass ich das Gehege gut sauberhalten muss, um zu starke Geruchsentwicklung zu verhindern...

Ich würde mich über Tipps und Anregungen sehr freuen. :-)

Liebe Grüße
Chris


hansen Offline



Beiträge: 867

11.11.2017 11:40
#2 RE: Bau eines Wachtel-Zimmerterrariums Antworten

Hallo,
gute Idee. Aber dir stinken wie verrückt. Nimm lieber Zwerge für die Wohnung.
Deine Entscheidung.
Gruß Hansen


Wachtil Offline



Beiträge: 24

11.11.2017 12:34
#3 RE: Bau eines Wachtel-Zimmerterrariums Antworten

Hallo Hansen,

danke für die Antwort.

Also bisher dachte ich, man kann die Geruchsentwicklung dadurch beeinflussen, wie sauber man das Gehege hält. Ich würde ggf. auch das Fenster immer einen Spalt offen lassen...je nach Außentemperaturen. Ich nutze den betreffenden Raum nur als Abstellkammer und er ist vom Rest der Wohnung durch eine verschließbare Tür abgetrennt. Insofern könnte/sollte es gehen.
Bisher hatte ich mehr Sorgen, den Staub in de Griff zu kriegen.

Ich hab grad mal nach Zwergwachteln geschaut: Die sind ja anscheind ganz hübsch, aber winzig. Und wenn man Wert auf Eier legt, wohl doch keine rechte Alterative...wenn ich richtig gelesen habe, sind die Eier nur etwa halb so grß wie die ohnehin schon kleinen Eier der Legewachteln...

Wenn es doch zu sehr riechen oder stauben sollte, würde ich eher die Anzahl der Tiere reduzieren und - wenn auch das nicht hilft - sie doch ausquartieren, in den Dachboden, Keller, Hinterhof/Garten... Ich werde es aber erst mal in dem betreffenden Raum in der Wohnung probieren. Dort ist das Klima für die Tiere am besten: trocken, hell, Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad...

VG
Chris

P.S.: Hab inzwischen auch mit dem Züchter telefoniert. Er hat Hennen im Alter vom ca. 8 Wochen für mich, die auch schon legen. Super...nun muss ich nur noch das Gehege fertig kriegen...


lupinchen Offline



Beiträge: 353

11.11.2017 12:35
#4 RE: Bau eines Wachtel-Zimmerterrariums Antworten

Ich habe keine Erfahrung mit Innenhaltung, aber es stinkt schon so in meiner Außenvoliere, obwohl ich täglich reinige, dass ich mir das im Haus nicht vorstellen könnte.

derzeit 0,5 Legewachteln


Wachtil Offline



Beiträge: 24

11.11.2017 13:31
#5 RE: Bau eines Wachtel-Zimmerterrariums Antworten

Hm...ihr verunsichert mich jetzt... Aber es werden doch viele Heimtiere in der Wohnung gehalten...riecht es nicht immer ein bisschen?

Hab grad noch mal Alternativen durchdacht, Keller etc...aber für die Wachteln wären die Bedingungen in der Wohnung am besten. Und sich jetzt zum Winterbeginn Wachteln für Freilandhaltung anzuschaffen, macht auch nur begrenzt Sinn, wenn man Eier haben möchte. Und die Tiere leben beim Züchter auch etwas geschützter in einem Stall, sind also richtige Außentemperaturen auch nicht gewöhnt.

Was ich mir noch eingeschränkt vorstellen könnte über den Winter:

1. Stall ca. 1x2 m im Keller, bei gekipptem Fenster (genügend Frischluft), Zusatzbeleuchung, ggf. bei sehr kalten Tagen/Nächten schwache Heizmatte im Stallboden?
2. Stall und kleine Voliere im Hof/Garten, Zusatzbeleuchtung am Abend im Stall und schwache Heizmatte für sehr kalte Winternächte.
3. Eine kleine Kammer außerhalb der Wohnung (Zugang von Treppenhaus) mit kleinem Fenster, ca. 180x70 cm Grundfläche, also mit 1,26 m² leider ziemlich klein... Ggf. könnte ich eine zweite Ebene einziehen. Da diese Kammer neben der Wohnung innerhalb des Wohnhauses liegt, wäre es dort auch nicht so kalt. Zusatzbeleuchtung zur Tagesverlängerung.

Im Sommer geht wohl nix über eine Haltung in der Voliere im Garten.

VG
Chris


Sandmann Offline



Beiträge: 1.328

11.11.2017 20:46
#6 RE: Bau eines Wachtel-Zimmerterrariums Antworten

Oh man, bloß nicht zu klein, die bringen sich um, ließ dich bitte nochmal ein!
Und ja,andere Tiere wie Kaninchen, Meerschweinchen und Mäuse stinken auch! Ich hatte überm Winter mal zwei Verletzte im Wohnzimmer, als Untergrund hatte ich Torf, der Geruch war minimal aber es hat schon gut gestaubt
Reptilien im Keller, finde ich noch in Ordnung aber Wachteln wollen was sehen, sonst wird Ihnen schnell langweilig. Es macht auch Spaß sie zubeobachten. Je mehr Platz sie haben, um so besser.
Eher dunkel mit vielen Verstecken halten und bei Zusatzbeleuchtung im Winter bitte nur schwaches Licht wählen. Übrigens verkürzt Dauerlegen die Lebensdauer!

LG Sandmann


Katrin Wand Offline




Beiträge: 268

11.11.2017 22:49
#7 RE: Bau eines Wachtel-Zimmerterrariums Antworten

Hallo Chris

Ich bin "bekennende" Wohnungswachtelhalterin.
Meine eigene Abwägung und Entscheidungen gehören klar zu Forumsminderheit. Doch ich bin überzeugt, dass es den Wachteln und meiner Familie nicht an Lebensqualität fehlt.

Das ursprünglichen Übergangsquartier hat sich mehr als verdoppelt, kann aber auch von Großraum WG in Einzelappartments verwandelt werden. Die Wachteln leben tagsüber im "offenen Vollzug" und haben auch "Hofgang". Wenigstens zweimal am Tag wird sauber gemacht. Die Beleuchtung ist optimiert. ..

Mit jedem Lebewesen übernimmt man Verantwortung, auch wenn es für weniger als 10€ zu einem kommt. Deswegen ist es gut, dass du dich wirklich im Vorfeld gründlich informierst.

Liebe Grüße Katrin


hansen Offline



Beiträge: 867

12.11.2017 11:52
#8 RE: Bau eines Wachtel-Zimmerterrariums Antworten

Hallo,
bei uns leben die Wachteln nur als Küken im Haus.(die ersten 14 Tage)Sie werden in dieser Zeit bis zu 6 mal sauber gemacht.
Danach geht es sofort raus, mit Wärmequelle. Ich finde nicht das es stinkt, aber meine Frau riecht es wohl.
Gruß Hansen


Wachtil Offline



Beiträge: 24

12.11.2017 18:20
#9 RE: Bau eines Wachtel-Zimmerterrariums Antworten

Hallo,

oh, das ist ja toll, doch wieder in meinem Vorhaben bestärkt zu werden... :-)

Zitat von Sandmann im Beitrag #6
Reptilien im Keller, finde ich noch in Ordnung aber Wachteln wollen was sehen, sonst wird Ihnen schnell langweilig. Es macht auch Spaß sie zubeobachten.


Das ist für mich ein nicht unwesentlicher Aspekt. Auch wenn ich die Wachteln auch als "Nutztiere" ansehe, interessiere ich mich sehr für sie und möchte den Kontakt zu ihnen, sie beobachten, mich mit ihnen abgeben usw. Das geht in der Wohnung viel besser, als im letzten Kellerverschlag... Am liebsten hätte ich sie in einem riesigen Terrarium im Wohnzimmer, das abends leicht beleuchtet ist und man quasi bei Rotwein, Tee und Schokolade ein abendfüllendes Programm hat, das Treiben darin zu beobachten... :-))
Und wenn Wachteln auch neugierige Tiere sind (scheint dann ja wohl so zu sein, oder?), kann ich mir auch gut vorstellen, dass sie auch eine anregende Umwelt bevorzugen, bei der es was zu sehen und zu erleben gibt. Danke für den Hinweis.

Zitat von Katrin Wand im Beitrag #7
Ich bin "bekennende" Wohnungswachtelhalterin.
(...)
Die Wachteln leben tagsüber im "offenen Vollzug" und haben auch "Hofgang". Wenigstens zweimal am Tag wird sauber gemacht. Die Beleuchtung ist optimiert.


Na super. :-) Wie ich in deinem Profil gesehen habe, hast du drei Wachteln in der Wohnung? Meinst du mit "Hofgang" freien Auslauf in der Wohnung oder setzt du sie tagsüber in ein Gehege ins Freie?
Was heißt "optimierte Beleuchtung" genau?

Ich hatte schon viele Tiere und weiß, was Verantwortung heißt.

Liebe Grüße
Chris


Katrin Wand Offline




Beiträge: 268

12.11.2017 20:19
#10 RE: Bau eines Wachtel-Zimmerterrariums Antworten

Hallo Chris und Wachtelfreunde


"Hofgang" meint überwachten Freilauf in der Wohnung. Mit sportlichen Übungen (Agility) und langen aus dem Fenster schauen (bzw. vor Krähen fürchten.) (Meine jungen Damen müssen erst noch Glas als Konzept begreifen (picken und gegen springen).

Meine Wachteln sind Stubenhocker, vom "offenen Vollzug" der offenen Käfigtür, wenn jemand zu Hause ist machen, machen sie fast nie Gebrauch.

"Optimiertes Licht" meint künstliches Licht ist Vogelaugen flackefrei gedimmt und auf max 25 Lux direkt unter der Lampe geregelt.

Hier sind wir jetzt 1,3. Zwei Jahrgang 2016, total zutraulich und zwei ganz frische Neuzugänge, die erst noch ihre neue Freiheiten erkunden und Vertrauen fassen müssen.

Mit Erfahrung von Käfighaltung innen kannst du ja die Geruchs- und Streu-Staub Problematik (Schneekugeleffekt) im Verhältnis zu deiner persönliche Toleranzgrenze einschätzen.

Ich finde Wachtel geben wunderbares Alternativprogramm ... und mit "Enten"Wein und Mehlwürmer/Himbeeren/Gurke kannst du wirklich deine Gesellschaft "fesseln".
Da bleibt der Fernseher aus, den und Monitore mögen sie nicht.


Liebe Grüße Katrin


Wachtil Offline



Beiträge: 24

12.11.2017 22:23
#11 RE: Bau eines Wachtel-Zimmerterrariums Antworten

Hallo Katrin,

es kommt auf den Geruch an. Manche Ställe rieche ich sogar gern, z.B. Kuhstall. Und eine gute Silage duftet regelrecht... :-)
Auch meine Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster rochen zwar, aber nicht unangenehm. Mäuse riechen da schon aufdringlicher...
Gestaubt haben die aber alle nicht...

Mit Vögeln habe ich aber weniger Erfahrung. Hatte früher nur mal einen Wellensittich und eine junge Krähe (letztere im Garten). Daher kann ich weder deren Geruch noch den Staub aus eigener Erfahrung einschätzen.

Meine Hamster und Meerschweinchen hatten gelegentlich auch Auslauf in der Wohnung. Oder sind heimlich vom Balkon in die Wohnung geschlichen. ;-) Haben Kabel und Möbel angeknabbert. Aber deren "Murmeln" waren relativ fest und man konnte sie leicht aufsammeln. Wie ist das bei deinen Wachtel? Kacken die auch mal in die Wohnung und wie ist der Kot beschaffen?

Liebe Grüße
Chris


Sandmann Offline



Beiträge: 1.328

13.11.2017 09:52
#12 RE: Bau eines Wachtel-Zimmerterrariums Antworten

Ja,sie hinterlassen auch Kot 💩, wo es ihnen gerade passt.
Der Kot hinterlässt im Normalfall einen feuchten Fleck, auf Fliesen kein Problem, auf Laminat schon.
Bei sehr fettreichem(Mehlwürmer ) und feuchtem Futter(Grünzeug ) oder generell bei Durchfall.
Notfalls empfehle ich einen preiswerten PVC Boden darauf zu verlegen.
Wachteln Sandbaden total gerne,sie nutzen es zur Gefiederpflege und das staubt, ebenso wie das meiste Einstreu.

LG Sandmann


Wachtil Offline



Beiträge: 24

13.11.2017 12:22
#13 RE: Bau eines Wachtel-Zimmerterrariums Antworten

OKay. Ich kenne es auch, dass Vogelkot sich regelrecht "reinfrisst"... Meine Zelte haben alle Flecke, die man nicht mehr weg kriegt. Und Entenkot auf dem Faltboot-Oberstoff ist wahrlich "ätzend"...

Nun gut, meine Dielen sind lackiert...

LG
Chris


Sandmann Offline



Beiträge: 1.328

13.11.2017 17:38
#14 RE: Bau eines Wachtel-Zimmerterrariums Antworten

Vogelkot kann Lack angreifen und verfärben ,denk mal an Autolack z.B.

LG Sandmann


hansen Offline



Beiträge: 867

13.11.2017 18:33
#15 RE: Bau eines Wachtel-Zimmerterrariums Antworten

Hallo,
ich merke dein Gedanke die Wachteln in einer Zimmervoliere zu halten ist schon zu Ende gedacht.
Du wirst dich eh nicht mehr davon abhalten lassen. Dann probiere es einfach aus und berichte von deinen Erfahrungen.
Aber welcher normale Mensch findet bitte:" KUHSTALLGERUCH" oder "SILAGEGERUCH " gut oder angenehm.
Die Wachtelkacke stinkt mindestens genauso oder wie Schweinegülle!!!!!HAHAHA
Gruß Hansen


Seiten 1 | 2
 Sprung  
disconnected Foren-Chat Mitglieder Online 0
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz